Dietrich Gülzow

Wer erinnert sich noch?

1. August 2024

Feuerwehrchronik: Rentner Dietrich braucht Unterstützung

Rentner Diet­rich Gülzow aus dem Seebad Lubmin kann und will trotz seines beachtlichen Alters die Hände nicht in den sprichwörtli­chen Schoß legen. Der 79-jährige verheiratete Familienvater von zwei erwachsenen Kindern, drei Enkeln und zwei Urenkeln war lange Zeit Betreiber einer Tank­stelle, Lubminer Bürgermeis­ter und später auch Wehrleiter des beschaulichen Seebades am Greifswalder Bodden.

»Seit 1963, also exakt 61 Jahre, bin ich Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, anfangs im Dörfchen Rubenow und seit 1992 bei den ehrenamtlichen Bandschützern in Lubmin«, blickt der gelernte Landmaschinen- und Traktoren­schlosser zurück.
Dietrich engagierte sich lange Zeit im hiesigen Feuerwehr Förderverein und hält noch immer enge Kontakte zu seinen ehema­ligen Kameraden.
Derzeit ist der sympatische Rent­ner mit der Vervollständigung der Feuerwehrchronik von Lub­min beschäftigt, dessen FFW seit dem Jahr 1901 existiert. »Ich sichte momentan alte Unterlagen, die aber noch nicht vollständig sind«, verrät Dietrich. Seinerzeit konnte er sich bei seinen Recher­chen auf die Erinnerungen des über 90-jährigen Einheimischen Heinz Schwalm stützen, der in­zwischen jedoch verstorben ist. So forscht die Lubminer Frohna­tur gegenwärtig nach vier Ereig­nissen aus der Vergangenheit, zu dem ihm noch genauere Fakten fehlen und hofft sehnlichst, dass ihm vielleicht ältere aufmerksame Leser des Peene-BLITZ dazu die eine oder andere Information ge­ben könnten.

Zum einen handelt es sich um den Brand eines Lubminer Wohn­hauses am 26. Juni 1958, wovon er zwar ein Foto, jedoch keine Textinformationen hat. Als zwei­tes geht es um einen Großbrand vom 27. Mai 1959 in Pritzwald, von dem es kein Bildmaterial und nur wenige Aufzeichnungen gibt. Wer kann ihm weiterhin zu ei­nem Scheunenbrand am 24. April des Jahres 1970 in Lubmin mögli­cherweise Foto bzw. Textmaterial liefern? Und letztlich geht es ihm um den Zeitraum zwischen 1960 und 1965, als in Wusterhusen, wo sich heutzutage die Hühner­farm befindet, ein Bohrturm des damaligen VEB Erdöl/ Erdgas Grimmen stand und die Kame­raden mehrerer Wehren seiner­zeit zur Löschwasserversorgung eine B- Schlauchleitung von etwa 2,5 Kilometer Länge (Wasser­versorgung über lange Wegstre­cken) vom Lubminer Strand zum Bohrturm verlegten. Auf dieser immensen Distanz mussten in bestimmten Abständen mehrere Tragkraftspritzen als sogenannte Verstärkerpumpen dazwischen geschaltet werden. Denn ohne diese zusätzlichen Pumpen wäre der Wasserdruckabfall in der langen Schlauchleitung so groß gewesen, dass letztlich am Lei­tungsende beim Strahlrohr kein Löschwasser mehr angekommen wäre.

Über verwertbare Informationen zu diesen Ereignissen wäre Diet­rich Gülzow, der unter 038354 22362 bzw. dietrich.guelzow@ googlemail.com zu erreichen ist, sehr dankbar.

PEENE-BLITZ am Sonntag – 23. Juni 2024