Feuerwehrchronik: Rentner Dietrich braucht Unterstützung
Rentner Dietrich Gülzow aus dem Seebad Lubmin kann und will trotz seines beachtlichen Alters die Hände nicht in den sprichwörtlichen Schoß legen. Der 79-jährige verheiratete Familienvater von zwei erwachsenen Kindern, drei Enkeln und zwei Urenkeln war lange Zeit Betreiber einer Tankstelle, Lubminer Bürgermeister und später auch Wehrleiter des beschaulichen Seebades am Greifswalder Bodden.
»Seit 1963, also exakt 61 Jahre, bin ich Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, anfangs im Dörfchen Rubenow und seit 1992 bei den ehrenamtlichen Bandschützern in Lubmin«, blickt der gelernte Landmaschinen- und Traktorenschlosser zurück.
Dietrich engagierte sich lange Zeit im hiesigen Feuerwehr Förderverein und hält noch immer enge Kontakte zu seinen ehemaligen Kameraden.
Derzeit ist der sympatische Rentner mit der Vervollständigung der Feuerwehrchronik von Lubmin beschäftigt, dessen FFW seit dem Jahr 1901 existiert. »Ich sichte momentan alte Unterlagen, die aber noch nicht vollständig sind«, verrät Dietrich. Seinerzeit konnte er sich bei seinen Recherchen auf die Erinnerungen des über 90-jährigen Einheimischen Heinz Schwalm stützen, der inzwischen jedoch verstorben ist. So forscht die Lubminer Frohnatur gegenwärtig nach vier Ereignissen aus der Vergangenheit, zu dem ihm noch genauere Fakten fehlen und hofft sehnlichst, dass ihm vielleicht ältere aufmerksame Leser des Peene-BLITZ dazu die eine oder andere Information geben könnten.
Zum einen handelt es sich um den Brand eines Lubminer Wohnhauses am 26. Juni 1958, wovon er zwar ein Foto, jedoch keine Textinformationen hat. Als zweites geht es um einen Großbrand vom 27. Mai 1959 in Pritzwald, von dem es kein Bildmaterial und nur wenige Aufzeichnungen gibt. Wer kann ihm weiterhin zu einem Scheunenbrand am 24. April des Jahres 1970 in Lubmin möglicherweise Foto bzw. Textmaterial liefern? Und letztlich geht es ihm um den Zeitraum zwischen 1960 und 1965, als in Wusterhusen, wo sich heutzutage die Hühnerfarm befindet, ein Bohrturm des damaligen VEB Erdöl/ Erdgas Grimmen stand und die Kameraden mehrerer Wehren seinerzeit zur Löschwasserversorgung eine B- Schlauchleitung von etwa 2,5 Kilometer Länge (Wasserversorgung über lange Wegstrecken) vom Lubminer Strand zum Bohrturm verlegten. Auf dieser immensen Distanz mussten in bestimmten Abständen mehrere Tragkraftspritzen als sogenannte Verstärkerpumpen dazwischen geschaltet werden. Denn ohne diese zusätzlichen Pumpen wäre der Wasserdruckabfall in der langen Schlauchleitung so groß gewesen, dass letztlich am Leitungsende beim Strahlrohr kein Löschwasser mehr angekommen wäre.
Über verwertbare Informationen zu diesen Ereignissen wäre Dietrich Gülzow, der unter 038354 22362 bzw. dietrich.guelzow@ googlemail.com zu erreichen ist, sehr dankbar.
PEENE-BLITZ am Sonntag – 23. Juni 2024